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Nori Blume

Zu Besuch bei 

Nori Blume
von Ralitsa Benkova 

Oktober 2019 


Das nächste besonders aufregende Treffen war mit der multitalentierten Künstlerin Nori Blume. Wir wussten wenig über sie im Voraus und unsere Verwunderung war noch größer, als wir bemerkten, wie vielfältig ihr Werk ist. Sie beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Ausdrucksform, sondern probiert sich in allen künstlerischen Bereichen aus, die für die Umsetzung ihrer Ideen passend sind.Grafik, Malerei, Installationen, Skulptur, Performance und Fotografie – alle gehören zu ihrer Arbeit und werden häufig in einem Gesamtkunstwerk vereinigt. Trotzdem merkt man ihr eine gewisse Vorliebe für Malerei und Grafik an.

Sie erzählt uns, dass sie die Wände des „Distillery” – eines der beliebtesten Musikclubs in Leipzig – bemalt hat. 

Trotz der Vielseitigkeit ihres Werkes ist ein durchgängiger Stil zu erkennen. Die Verwendung gemischter Techniken ist ihr Kennzeichen – gezeichnete geometrische Formen oder Figuren, aufgetragen auf einer Leinwand und mit Acryllack (oder Ölfarben) gemalt. Entweder zeichnet sie in schwarzweiss oder sie benutzt viele Farben, die aber immer sehr harmonisch kombiniert sind und nie aufdringlich wirken. Nachhaltigkeit spielt bei ihr – wie für viele Künstler der jüngeren Generation – eine wichtige Rolle. Sie wirft selten etwas weg. Wenn sie mit einem Bild oder einer Zeichnung unzufrieden ist, lässt sie dieses Werk für eine gewisse Zeit stehen und kommt später wieder darauf zurück. Sie erzählt uns, dass viele von den Objekten, die wir sehen, mehrmals übermalt wurden oder Teil von einem komplett neuen Werk (wie zum Beispiel einer Installation) geworden sind.

 

Wir fragen sie, wie bei ihr der künstlerische Prozess entsteht und was ihre Beweggründe sind. Im Vergleich mit vielen anderen Künstlern, die auf eine Inspiration warten, zieht sie ihre Arbeit jeden Tag konsequent durch. An manchen Tagen schafft sie ein ganzes Bild, an anderen entwirft sie nur ein kleines Element von einem zukünftigen Kunstwerk. Wichtig ist es für sie, immer in Bewegung zu bleiben. Sie beschäftigt sich intensiv mit den Materien, die sie im Moment interessieren und berühren. Dies lässt sich in ihrer Arbeit sehr gut erkennen. Ihre Bilder sind intuitiv gemalt und die Motive tragen eine persönliche symbolische Bedeutung oder drücken eine momentane Emotion aus. 

Die Bewegung ist ein essenzieller Teil ihrer Arbeit. Selbst bei ihren – vordergründig betrachtet – statischen Bildern kann man bei genaueren Hinsehen dynamische Elemente erkennen. Auch bei ihren Videoarbeiten steht die körperliche Bewegung im Vordergrund.
Sie bewegt sich im Rahmen einer aus ihren Werken geschaffenen Komposition und verwandelt damit sich selbst in einen Teil ihres eigenen Gesamtkunstwerks.

Meine Stilmittel:



Die schwarze Linie in allen möglichen Formen, kräftige fast grelle Farben, geometrisch und pseudogeometrisch.



Meine Motive:



Alltagsszenen, Menschen, Traumwelten, Bewegung, Wasserlandschaften, Himmelswelten, Hybride zwischen Tier & Geist, Natur,  Stadtleben, Kino und Architektur.




Meine Techniken:

Malerei (Öl-Acryl), Zeichnung, Skulptur und Intermedia.

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